Orkan „Ela“: Über 100 Straßenbäume weg – Bürger können helfen

Mehr als 100 zum Teil mächtige Straßenbäume hat Pfingst-Orkan „Ela“ im Stadtgebiet Dormagen mit seiner Wucht umgeblasen. So hat zum Beispiel der Linden-Kirch-Platz in Straberg seinen „Parkcharakter“ verloren, aber auch in anderen Stadtteilen hat der Pfingststurm schwer zugeschlagen. 

Genau für solche Zwecke hat die Landesregierung mit dem Programm „Bürgerbäume“ ein Hilfsprogramm für stark betroffene Kommunen eingerichtet. Dieses Hilfsprogramm soll die Solidarität und das Engagement der Bürger bestärken, indem es jeden von Bürgern gespendeten Euro zugunsten der Stadt verdoppelt.

Um diese Zuschüsse zur Aufforstung der Straßenbäume nutzen zu können, sind nun die Dormagener gefragt. Wer seine Stadt unterstützen möchte, kann einen beliebigen Betrag auf folgendes Konto der Stadtkasse Dormagen überweisen: Sparkasse Neuss, IBAN DE27 3055 0000 0000 3305 22, Stichwort „Spende Bürgerbaum“.

„Rund 1 000 Euro kostet so ein Straßenbaum. Es handelt sich hier nicht um einen Setzling, sondern schon um einen richtig dicken Baum. Daher erklärt sich auch der hohe Preis“, macht Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betrieben Dormagen, deutlich. „Alle Spenden sind willkommen, ob groß oder klein. Bei einer großen Spende ist sogar die Anbringung einer Plakette mit dem Namen am Baum möglich. Dies geht allerdings nur, wenn sich ein Spender finden sollte, der für einen ganzen Straßenbaum spenden will“, so Koch weiter.

Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld ist von der Aktion überzeugt. „Ich bin mir sicher, dass das Engagement der Dormagener für ihre direkte Umgebung positiv ausfallen wird und einige Bäume dadurch wieder angesetzt werden können. Mit der Aktion stärkt das Land Nordrhein-Westfalen trotz Haushaltssperre die  Bürgerbeteiligung in den Kommunen aktiv mit. Als Würdigung von Seiten der Stadt kann ich mir vorstellen, dass es auf der Homepage der Stadt Dormagen eine eigene Seite mit einer Liste der Spender geben wird und auch zu sehen ist, wo die Straßenbäume eingesetzt werden. Das Einverständnis der Spender ist natürlich die Voraussetzung dafür“.

Unterstützt wird die Initiative in Dormagen auch von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Deren Vorsitzender Marc Pellekoorne hat bereits einige Erfahrung mit Spendenaktionen. „Schön, dass Dormagen dadurch wieder die Möglichkeit bekommt, die für das Stadtbild und für die Umwelt wichtigen Straßenbäume wieder aufzuforsten. Gerade für die persönliche Gesundheit sind Straßenbäume mit ihrer Staubfilterfunktion ein wichtiger Bestandteil des ortsnahen Klimas“.

Spender, die sich noch bis zum 31. Oktober an der Aktion beteiligen wollen, erhalten natürlich eine vom Finanzamt anerkannte Spendenquittung von Seiten der Stadt Dormagen. Fragen rund um die Aktion beantwortet Martin Trott von den Technischen Betrieben Dormagen unter 02133/257-476 oder per Mail unter martin.trott@tb-dormagen.de.

Im Dezember soll dann die Verdopplung der Spenden durch das Land erfolgen.

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